Dartmoor National Park Authority

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Infoblatt Dartmoor

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Die Geschichte der britischen Nationalparks

Die britischen Nationalparks haben sich über einen Zeitraum von über 150 Jahren entwickelt. Ihre Entstehung ist auf drei Ursachen zurückzuführen. Die erste Ursache war das schon frühzeitig ausgeprägte Interesse an der Natur, das sich besonders deutlich bei den romantischen Dichtern zeigte. William Wordsworth, der im Lake District lebte, beschrieb die Seen 1810 als „eine Art Nationaleigentum, das jedem gehört, der ein Auge dafür hat und mit dem Herzen genießen kann“, während er sich gleichzeitig über die mit Eisenbahnen ankommenden Menschenmassen beklagte. In der Folge bildeten sich moderne Auffassungen zur Schönheit der Natur und deren Schutz. Es gründeten sich zahlreiche freiwillige Vereine, denen Land gehörte und die für dessen Schutz sowie die öffentliche Zugänglichkeit eintraten. So wurde beispielsweise 1895 der National Trust for Places of Historic Interest and Natural Beauty (heute: National Trust) gegründet, der ähnliche Ziele verfolgte wie die heutigen Nationalparks.

Cartoon of the Moor

Die zweite Ursache kam mit industrielle Revolution, die dazu führte, dass die Menschen in die Städte zogen. 1851 lebte die Hälfte der Einwohner von England und Wales in Städten und das Verweilen in der Natur zur „gesunden Erholung im Freien“ erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Dieser Faktor war während des ersten und zweiten Weltkrieges politisch besonders bedeutsam, als die Forderungen nach einem freien Zugang zu den Hügeln und der Natur eskalierten, wobei die unerlaubte Massenbesteigung des Kinder Scout (im Peak District-Nationalpark) im Jahr 1932 eine entscheidende Rolle spielte. Die dritte Ursache war die internationale Nationalparkbewegung, die ihren Ursprung in Nordamerika hatte und erheblich durch den schottischen Visionär, John Muir, geprägt wurde.

1872 wurde ein Gesetz* zur Gründung des weltweit ersten Nationalparks Yellowstone erlassen. Diesem folgete 1890 die Zustimmung des Kongress zur Gründung des Yosemite-Nationalparks zu. Auch wenn sich die amerikanische Auffassung von Naturschutz etwas von dem britischen Nationalpark-Modell unterscheidet, verbindet beide Länder die Absicht, Naturschutz zu betreiben.

Diese drei Ursachen wirkten zusammen und Anfang des 20. Jahrhunderts kam die Entwicklung richtig in Gang: das Addison Committee berief 1929 den ersten Untersuchungsausschuss zur Gründung von Nationalparks in Großbritannien ein und das freiwillige Standing Committee for National Parks, heute: der Council for National Parks, wurde 1935 gegründet. Im Zuge der Planung des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg beauftragte Großbritannien John Dower, Architekt, Wanderer und Mitglied des Standing Committee for National Parks, einen Bericht anzufertigen. In dem 1945 vorgelegten Bericht empfahl Dower die Gründung von Nationalparks und einer neuen Behörde - der National Parks Commission.

Der National Parks and Access to the Countryside Act* von 1949 bildete die gesetzliche Grundlage für die Ernennung von Nationalparks in England und Wales. Zwischen 1951 und 1957 wurden zehn Nationalparks bestätigt. 1989 erhielt ein anderes Gebiet, die Norfolk and Suffolk Broads, den Nationalparkstatus. 1999 gab die Regierung bekannt, dass die Ernennung von zwei neuen Nationalparks geplant sei (South Downs und der New Forest).

*Dies ist ein Parlamentsgesetz (in den USA Kongressgesetz), das vom Gesetzgeber verabschiedet wurde.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, wie etwa den USA, sind Nationalparks in England und Wales kein Staatseigentum. Das „national“ in Nationalparks steht dafür, dass man erkannt hat, dass sie für das nationale Kulturerbe von Bedeutung sind und aus diesem Grund besonderen Schutz und besondere Aufmerksamkeit verdienen. Jeder Nationalpark hat mehrere Landbesitzer – sowohl öffentliche Institutionen als auch Privatpersonen. In Nationalparks leben und arbeiten Menschen. Gemäß dem Environment Act* von 1995 sind die gesetzlichen Zwecke von Nationalparks:

  • die Schönheit der Natur, der Tierwelt und des Kulturerbes der Nationalparks zu schützen und zu steigern.
  • die Möglichkeiten zum Verständnis und Genuss der besonderen Eigenschaften von Nationalparks durch die Öffentlichkeit zu fördern.

Cartoon of the Moor

Die Nationalparkbehörden sind außerdem verpflichtet, sich für die Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Wohlbefindens der lokalen Bevölkerung einzusetzen.

Aufgrund seiner außerordentlichen Schönheit ist Dartmoor einer der Nationalparks von England und Wales. Mit einer Fläche von 954 km2 ist Dartmoor die größte zusammenhängende naturbelassene Fläche im Süden Englands.

Geographische Daten

Höchster Punkt: High Willhays 621 m ü.d.M.

Niedrigster Punkt: Doghole Bridge 30 m ü.d.M.

Fläche mit einer Höhe von über300 m – 51 % des Nationalparks

Fläche mit einer Höhe von über460 m – 13 % des Nationalparks

Geologie

Dartmoor besteht zum Großteil (65 %) aus Granit, einem magmatischen Gestein, das vor etwa
295 Millionen Jahren aufgestiegen ist.

Diese großen Granitflächen sind umgeben von Sedimentgestein, wie z.B. Kalkstein, Schiefer und Sandstein aus dem Karbon und Devon. Die Gesteine, die sich in unmittelbarer Umgebung des aufsteigenden Granits befanden, wurden durch die große Hitze und den großen Druck sowie chemische Reaktionen verändert (Metamorphose).

Tors

Im Dartmoor gibt es über 160 tors [flache Wiesenhügel von bis zu 10 Meter Höhe]. Die wichtigsten sind:

TorHöhe ü.d.M.
High Willhays621 m
Yes Tor619 m
Great Links Tor586 m
Fur Tor572 m
Great Mis Tor539 m
Great Staple Tor455 m
Haytor454 m
Hound Tor448 m
Sharpitor402 m
Sheeps Tor320 m
Vixen Tor320 m

Klima



Das Klima des Dartmoor, das durch die Südwestwinde bestimmt wird, ist kühl und feucht. In den mehr als 450 m hohen Hochmooren im Nordwesten und mittleren Süden des Dartmoor herrschen die härtesten Klimabedingungen.
Cartoon of Weather on the Moor

Dörfer

Die größten Dörfer des Nationalparks sind: Ashburton, Buckfastleigh, Moretonhampstead, Princetown, Yelverton, Horrabridge, South Brent, Christow und Chagford.

Gesamteinwohnerzahl des Nationalparks: ca. 33.000

Einwohnerzahl von Ashburton (größtes Dorf) ca. 3.500.

Hauptflächennutzung

% des Nationalparks
Moorgebiete (einschließlich Weideland)48.450 Hektar

47%

Ackerland33.041 Hektar

38%

Wald- und Forstgebiete11.152 Hektar

11%

Schutzgebiete209 Hektar

1%

Sonstige (einschl. Dörfer)2577 Hektar

3%

Gemeindeland ca.34.878 Hektar

38%

Das Herzogtum von Cornwall (Prince Charles) besitzt 28.328 Hektar.

Ungefährer Anteil des Gemeindelands an dem sich im Eigentum des Herzogtums von Cornwell befindlichen Land 20.000 Hektar.

Schutzgebiete & geschützte Bereiche

Nationale Naturschutzgebiete

East Dartmoor Woods & Heath einschließlich Bovey Valley & Yarner Wood& Trendlebere Down366 Hektar
Dendles Wood29 Hektar
Black Tor Copse29 Hektar
Wistman's Wood & Longaford Newtake170 Hektar

Gebiete von besonderem wissenschaftlichen Interesse

„Gebiet von besonderem wissenschaftlichen Interesse“ [Site of Special Scientific Interest –SSSI] ist eine Schutzbezeichnung für geschützte Gebiete in Großbritannien. Diese Gebiete sind die Hauptgrundlage der Naturschutzgesetzgebung und die meisten anderen gesetzlichen Naturschutzbezeichnungen beruhen darauf, einschließlich nationale Naturschutzgebiete und spezielle Schutzgebiete.

Das Verfahren der Ernennung eines Gebietes zu einem Gebiet von besonderem wissenschaftlichen Interesse nennt man „Anmeldung“. Es umfasst mehrere Schritte, u.a. die Absprache mit dem Eigentümer des Gebiets. Wenn ein Gebiet dieses Verfahren durchlaufen hat und ein Gebiet von besonderem wissenschaftlichen Interesse wird, nennt man es „angemeldet“. Gebiete, die aufgrund ihrer biologischen Bedeutung angemeldet werden, sind allgemein als biologische Gebiete von besonderem wissenschaftlichen Interesse [Biological SSSIs] bekannt und diejenigen, die wegen ihrer geologischen Bedeutung angemeldet werden, sind als geologische Gebiete von besonderem wissenschaftlichen Interesse [Geological SSSIs] bekannt. Nur wenige Gebiete werden sowohl wegen ihrer biologischen als auch wegen ihrer geologischen Bedeutung angemeldet.

Natural England ist die von der Regierung ernannte Stelle, die in England für Gebiete von besonderem wissenschaftlichen Interesse zuständig ist.

Es gibt über 40 solcher Gebiete im Dartmoor-Nationalpark. Sie machen eine Fläche von 26.169 Hektar aus. Die zwei Hauptgebiete North Dartmoor und South Dartmoor umfassen über 20.000 Hektar.

Schutzgebiete des Devon Wildlife Trust

Dart Valley290 Hektar
Lady’s Wood3 Hektar
Dunsford Wood57 Hektar
Mill Bottom6 Hektar
Blackadon37 Hektar
Lower East Lounston2,5 Hektar

Landbesitz

Gebiete des National Trust

Holne Woods69 Hektar
Lydford Gorge48 Hektar
Plym Estate237 Hektar
Teign Valley165 Hektar
Trowlesworthy Warren1.349 Hektar
Hembury163 Hektar
Castle Drogo308 Hektar
Milfordleigh7 Hektar
Wheal Betsy1 Hektar
Woodcock Wood8 Hektar

Das britische Verteidigungsministerium nutzt 12.906 Hektar für Übungen. Diese bestehen aus Eigentums-, Pacht- und Konzessionsflächen. 10.871 Hektar dieser Fläche werden für Schießübungen genutzt.

South West Water besitzt 4.421 Hektar Land, das 8 Schutzgebiete umfasst.

Die britische Forstverwaltung [Forestry Commission] hat 1.359 Hektar gepachtet und besitzt zudem 381 Hektar.

Das Herzogtum von Cornwall besitzt 28.328 Hektar.

Die Dartmoor-Nationalparkbehörde besitzt 1.451 Hektar, einschließlich:

Holne Moor & Woods783 Hektar
Haytor421 Hektar
Wray Cleave31 Hektar
Sanduck Wood12 Hektar
Casely Wood8 Hektar
Dendles Waste80 Hektar
Whiddon Scrubbs8 Hektar
Blackingstone Rock5 Hektar
Plasterdown93 Hektar
Trendlebere10 Hektar

Kulturdenkmäler

In Großbritannien ist ein eingetragenes Kulturdenkmal [Scheduled Monument] „eine national bedeutende“ archäologische Stätte bzw. ein „national bedeutendes“ historisches Gebäude, die vor unbefugten Änderungen geschützt sind. Der Schutz der eingetragenen Kulturdenkmäler ist unabhängig von der Stadt- und Landschaftsplanung. Manchmal werden eingetragene Kulturdenkmäler auch zu Gebäuden unter Denkmalschutz ernannt.

Mit über 10.000 Einträgen im County Sites and Monuments Register [britisches Denkmalverzeichnis] ist die Landschaft des Dartmoor von großer archaeologischer Bedeutung. Das Dartmoor verfügt über 1.000 eingetragene Kulturdenkmäler und die Zahl steigt jährlich. Außerdem gibt es über 2.500 Gebäude, die aufgrund ihres architektonischen oder historischen Wertes unter Denkmalschutz stehen.

Weitere Infoblätter der Dartmoor-Nationalparkbehörde auf Englisch finden Sie unter www.dartmoor-npa.gov.uk/index/learningabout/lab-factsheetshome.htm

Diese Veröffentlichung kann gemäß dem Copyright Act* 1988 zu Bildungszwecken vervielfältigt werden.

© Dartmoor National Park Authority 2007

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