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Einsatzführungskommando der Bundeswehr
 
Presse- und Informationszentrum
 
Deutscher Beitrag zum ISAF - Einsatz
 
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 20. Dezember 2001 mit der Resolution 1386 (2001) die Aufstellung einer internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe ("International Security Assistance Force - ISAF") für Afghanistan auf der Grundlage des Kapitels VII der Charta der VN autorisiert.

Ziel des zunächst bis zum 20.06.2002 befristeten Einsatzes der ISAF ist die Unterstützung der afghanischen Behörden bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit im Einsatzgebiet (KABUL und Umgebung).

Großbritannien hat die Führung der ISAF für etwa 3 Monate, längstens jedoch bis zum 30.04.2002, übernommen und als Leitnation die erforderlichen Vereinbarungen mit der afghanischen Interimsregierung und den truppenstellenden Nationen geschlossen.

Der Deutsche Bundestag hat am 22.12.01 der Beteiligung der Bundeswehr an ISAF zugestimmt. Die Obergrenze der deutschen Beteiligung ist 1200 Soldaten. Deutschland stellt ein Einsatzkontingent auf, in das Kontingente Dänemarks, der Niederlande und Österreichs integriert werden. Das "Deutsch-Niederländisch-Österreichisch-Dänische Einsatzkontingent ISAF" (Einsatzkontingent ISAF) wird eine Gesamtstärke von ca. 1050 Soldaten haben; der deutsche Anteil beträgt ca. 770 Soldaten. Österreich stellt ca. 30 Soldaten bereit, Dänemark ca. 40, die Niederlande ca. 200.

Das Einsatzkontingent wird Infanterie-, Hubschrauber-, Unterstützungs-, Lufttransport- und Luftumschlag- sowie weitere Kräfte zur Beteiligung am internationalen Hauptquartier und als Verbindungsorgane, sowie österreichische, dänische und niederländische Kräfte umfassen.


In enger Abstimmung mit Großbritannien wird das Einsatzkontingent so schnell wie möglich im strategischen Lufttransport gestaffelt in den Einsatzraum verlegt. Dazu werden zivile gecharterte Großraumtransportflugzeuge und Flugzeuge der königlich niederländischen und der deutschen Luftwaffe genutzt.

Vorauskräfte in KABUL

Vom 08.01. bis zum 18.01.2002 wurden die Vorauskräfte verlegt.


Sie haben unter dem Befehl von Brigadegeneral Carl Hubertus von Butler den Auftrag, Führungsfähigkeit, Beweglichkeit, Einsatzfähigkeit, sanitätsdienstliche Versorgung und die Aufnahmebereitschaft der Hauptkräfte herzustellen und erste Patrollien durchzuführen.

Die Leitnation Großbritannien hat die Stadt KABUL in Sektoren eingeteilt, in denen der britische und der unter deutscher Führung stehende Einsatzverband verantwortlich sind. Das französchische Kontingent sichert den Flugplatz KABUL INTERNATIONAL.

 

Das Feldlager des Deutsch-Niederländisch-Österreichisch-Dänischen Kontingents wird in einer leer stehenden Fabrikanlage eingerichtet. Sie ist unter dem Namen "Warehouse" bekannt.

Am 14.01.2002 patroullierten erstmalig deutsche Soldaten zusammen mit afghanischen Polizisten in Kabul.

Das gepanzerte Transportfahrzeug DINGO schützt die Soldaten auch vor Minen.





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